Menu Content/Inhalt
Home arrow Vorträge arrow Persönlichkeitsstörung und das Böse aus psychiatrischer Sicht

Persönlichkeitsstörung und das Böse aus psychiatrischer Sicht

Die Psychiatrie hat sich bislang kaum mit dem von philosophischer und theologischer Seite viel diskutierten Begriff des „Bösen“ beschäftigt. Obwohl in der Genetik, Hirnforschung, Psychopathologie, Tiefenpsychologie und Soziologie zahlreiche Hypothesen zum Bösen entwickelt wurden, schienen die Konstrukte zuwenig wissenschaftlich und allzu stigmatisierend für das Fach zu sein. Bei den Taten von persönlichkeitsgestörten Menschen stellen sich aber die Grundfragen „normal oder abnorm“, „gesund oder gestört“ und insbesondere „bad or mad“. Unter Berücksichtigung dieser Kernfragen wird das „Böse“ aus unterschiedlicher Sicht beleuchtet. Mit dem Syndrom des „malignen Narzissmus“ jene Persönlichkeitsstörung beschrieben, die am ehesten als Korrelat des „Bösen“ bezeichnet werden kann. Die Frage nach dem Bösen berührt aber auch jene nach der Freiheit des menschlichen Willens, ganz dem Wort des Philosophen Rüdiger Safranski folgend: „Das Böse ist der Preis der Freiheit“.

14:00 - 14:45

Reinhard Haller

Reinhard Haller

 
< zurück   weiter >