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Vom Temperament über die Persönlichkeit zum Charakter

Keine Frage, dass wir biologische Bedingtheiten in unserer Persönlichkeit zur Kenntnis nehmen müssen, die schon in der Antike als Temperament bezeichnet wurden. Die vermutlich erblich bedingt cholerische, sanguinische, phlegmatische oder melancholische Verfasstheit des Menschen beschäftigte seit jeher die Wissenschaft; moderne Forschungsmethoden haben in jüngster Zeit dieses Interesse weiter gesteigert. In der Persönlichkeit wird das Temperament durch Umwelteinfluss wie Erziehung, Kultur und Peers weiter geprägt ... [mehr]

Raphael M. Bonelli
 

Charakterbildung zwischen Willensfreiheit und neuronaler Vernetzung

Charaktereigenschaften werden einerseits geerbt, andererseits im Verlauf des Lebens durch verschiedene Umstände erworben. Vieles, vielleicht das Meiste, tun wir, weil wir schon jene Art von Menschen sind, durch die wir uns aufgrund früherer Entscheidungen gemacht haben und diese Entscheidungen sich zu Dispositionen ausformen, die unser weiteres Wollen und Tun in bestimmte Richtungen lenken. Solche Handlungsdispositionen können als „Tugenden“ zum Guten und Richtigen lenken oder als „Laster“ eine Neigung zum Schlechten bewirken ... [mehr]

Martin Rhonheimer
 

Charisma: Licht und Schatten

„Hereinspaziert meine Damen und Herren! Besuchen Sie unser Seminar „Wie werde ich charismatische Leaderfigur“. Werden Sie in zwei Tagen wie unsere Vorbilder die Charismatiker wie Obama, Clinton, Ghandi, Bono (von U2) etc. Charisma kann man lernen! Das ist unser Motto. So oder so ähnlich klingen Werbeslogans für einschlägige, meist sehr teure Veranstaltungen. Wer wäre nicht gerne ein Führer dem die Menschen gerne folgen – scheint´s eine Kernessenz des modernen Charismabegriffes ... [mehr]

Peter Hofmann
 

Persönlichkeitsstörung und das Böse aus psychiatrischer Sicht

Die Psychiatrie hat sich bislang kaum mit dem von philosophischer und theologischer Seite viel diskutierten Begriff des „Bösen“ beschäftigt. Obwohl in der Genetik, Hirnforschung, Psychopathologie, Tiefenpsychologie und Soziologie zahlreiche Hypothesen zum Bösen entwickelt wurden, schienen die Konstrukte zuwenig wissenschaftlich und allzu stigmatisierend für das Fach zu sein. Bei den Taten von persönlichkeitsgestörten Menschen stellen sich aber die Grundfragen „normal oder abnorm“, „gesund oder gestört“ und insbesondere „bad or mad“ ... [mehr]

Reinhard Haller
 

Kann der Mensch sein Gehirn verändern?

Die Veränderung von Gehirn und Psyche ist sicher keine Einbahnstraße. Neuronale Prozesse verändern und gestalten unsere psychischen Vorgänge, ja schaffen überhaupt erst die Grundlage dafür, und umgekehrt verändern wir durch unser Denken, Erleben und Verhalten unser Gehirn, d.h. seine neuronale Vernetzung, seine Aktivierungsmuster und Struktur. Wir sind auf gutem Wege zu verstehen, was hier passiert, nicht nur im Gehirn, sondern auch im eng damit vernetzten Immun- und Endokrinsystem ... [mehr]

 

Haltung und Gehaltensein, oder: Vom Wechselspiel zwischen Charakter und Charisma

Haltung ist leiblich und geistig zu verstehen: Sie gründet auf einer Bewegung gegen die Schwerkraft, gegen das bequem-lässige Ausweichen. Insofern ist sie eine mögliche Übersetzung von Tugend, eben dem Tüchtigen und Tauglichen, dem gut und richtig Zupackenden. Aber einem tieferen Zusehen erschließt sich, daß Haltung und Standfassen auch etwas stark Willentliches an sich tragen, die betonte Selbsterziehung gegen Schwächen und Versuchungen des Abgleitens ... [mehr]

Hanna Barbara Gerl-Falkovitz